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Kulturkreis Finkenwerder e.V.

 

Grußwort des Ersten Bürgermeisters (25.10.2010 bis 07.03.2011)
der Freien und Hansestadt Hamburg

Autos, Handys und Computer sind nur drei Beispiele für das Diktat des
beschleunigten Wandels in unserer Zeit: Produkte, die heute die teure
Avantgarde des technischen Fortschritts verkörpern, sind morgen schon von
der permanenten Dynamik abgehängt, veraltet und drastisch im Wert gefallen.

Wir alle wissen, wie stark dieser Trend zum Höher, Schneller, Weiter,
Neuer alles durchdringt, in der Arbeitswelt genauso wie im Privatleben.
Umso verblüffender ist es, wenn man plötzlich auf das Gegenprinzip
stößt: Auf das Dauerhafte, den Klassiker, die Tradition, die
Jahrhunderte zum Maßstab nimmt, statt Quartale.

Auch die Zahl 775 Jahre Finkenwerder drückt das aus – massig und mächtig,
wie ein Granitblock, den die Stürme der Zeit verwittern mögen, aber nicht
brechen können. Was hat die Geschichte in diesen Jahrhunderten für jenen
Stadtteil Hamburgs bereitgehalten, der wie kein anderer gleichzeitig erdverwachsen
ist und die Elbe, aber auch die Horizonte der Weltmeere im Herzen trägt?
Darüber soll die vorliegende Ausgabe der Zeitschrift des Kulturkreises
Finkenwerder Aufschluss geben.
Und Ihnen zugleich eine Übersicht über das Jahresprogramm der Festlichkeiten liefern.

Denn auch dafür sind die Frauen und Männer von Finkenwerder bekannt:
Dass sie keine Gelegenheit auslassen, um gehörig zu feiern – wer weiß,
vielleicht ist das ja eines der Geheimnisse, um in eindrucksvoller
Form 775 Jahre alt zu werden.

In diesem Sinne möchte ich Finkenwerder im Namen des Senats der
Freien und Hansestadt Hamburg von Herzen alles Gute zu diesem
besonderen Jubiläum wünschen.

Und Ihnen allen wünsche ich viel Freude beim Feiern!
Erster Bürgermeister, Christoph Ahlhaus

 

Rede von Markus Schreiber zur Eröffnungsveranstaltung
775 Jahre Finkenwerder

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Gmehling
und sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrats aus Neuburg an der Donau,
sehr geehrte  Hamburger und Finkenwerder Ehrengäste zum heutigen Abend,
sehr geehrte Mitglieder des Vorstandes und Mitglieder des Kulturkreises,
die Jahres – Auftakt Veranstaltungen des Kulturkreises Finkenwerder  haben eine Tradition.
Immer sind sie ein erstes kulturelles Highlight unter den kulturellen Veranstaltungen des Jahres. Sie sind aber auch und gewissermaßen zu einem Ereignis geworden, zu dem sich „Tout Finkenwerder“ am Jahresanfang begegnet! Will sagen: Wer nicht dabei sein kann oder will, muss auf Finkenwerder schon einen triftigen Grund haben. Man würde sie oder ihn vermissen!

In diesem Jahr aber toppt der Kulturkreis einmal wieder alle seine bisherigen segensreichen Aktivitäten. Indem er die Federführung für das Jahr des 775. Jubiläums der Insel übernommen hat, hat er auch den heutigen Abend unter das Motto 775 Jahre Finkenwerder gestellt.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, wir Finkenwerder, das darf ich sagen weil ich auch hier wohne, aber auch der Bezirk Hamburg- Mitte, wir freuen uns sehr, dass Sie und Ihre Stadträte extra zu diesem Anlass nach Finkenwerder kommen. Seit Jahren besteht eine feste Verbindung zwischen der Elbinsel in meinem Bezirk - Mitte -  Finkenwerder und Ihrer Stadt.
Besonders zwischen den Finkenwerder Vereinen und den Vereinen Neuburgs!

Bürger Ihrer Stadt und Bürger Finkenwerders und unseres aus  der Inselsicht „Vororts“ Hamburg  hatten miteinander  phantastische Begegnungen und Erlebnisse und werden sie sicher auch in diesem Jahr wieder haben. So rufe ich Ihnen heute ein herzliches „ Seien Sie erneut willkommen auf Finkenwerder und in Hamburg!“ zu.  Und ich hoffe, dass der immer sehr aktive Kulturkreis ihnen im Programm auch noch ein wenig Luft lässt für die andere Elbseite.

Sehr geehrter Herr Fick und sehr geehrter Vorstand!

Ihnen und all den vielen  ehrenamtlich tätigen Vereinsvertretern in den von Ihnen zusammengerufenen Arbeitskreisen darf ich namens der Stadt ganz herzlich für die bisher geleistete und die noch zu leistende Arbeit in diesem Jubiläumsjahr herzlich danken.  Sie übernehmen damit freiwillig eine große Verantwortung, was in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist. Nicht zuletzt geht es dabei ja auch darum, dass Ideen realisiert werden müssen, die oft auch Geld kosten. Das kann Ihre Finanzkraft als Verein überfordern! Aber wir wissen ja, um Ihre Hartnäckigkeit und Fähigkeit, Mittel zu generieren, aber auch darum, dass Sie immer eine korrekte Verwendung garantieren. Deswegen bin ich sicher, dass auch unsere Bezirksversammlung, sich Ihrem mir bekannten Zuwendungs - Antrag nicht verschließen wird.

Meine Damen und Herren,  der Kulturkreis –Finkenwerder

das gilt sowohl für das, was er bewegt,
gilt für die Zahl seiner Mitglieder,
gilt für die alle Finkenwerder erreichende
Mitgliederzeitschrift „ De Kössenbitter“
die Verleihung des renommierten  Kunstpreises Finkenwerder
die Unterstützung der Schulen auf Finkenwerder
die Unterstützung der Vereine
die gut nachbarliche Beziehung zum Airbuswerk
die Zusammenarbeit mit der Baugenossenschaft Finkenwerder Hoffnung
und viele andere Dinge die wir in den 21 Jahren seines Bestehens erleben durften

ist im gesamten Bezirk Hamburg Mitte  und vielleicht darüber hinaus ein herausragendes Beispiel dafür, dass  durch Bürgerengagement mehr bewegt werden kann und wird, als durch jeden Verwaltungsakt.

Wenn es ihn nicht gäbe müsste er erfunden werden.

In diesem Jubiläumsjahr schließt sich auch ein Kreis. Denn der Gründung des Kulturkreises ging ja im Jahre 1986 das 750. Inseljubiläum voraus. Auch damals gab es einen Arbeitskreis. Doch damals gab es noch das Ortsamt Finkenwerder, das die Federführung hatte und sogar einen Mitarbeiter für die Vorbereitung abstellen konnte. Das Ortsamt gibt es nicht mehr und wie es um das Personal in unsren Bezirken bestellt ist, können sie beinahe täglich lesen, oder Sie merken es beim Besuch unserer Kundenzentren. Aber obwohl die Verwaltung 1986 und auch noch 1995, als wir Finkenwerders 550 jährige Zugehörigkeit zu Hamburg feierten,  helfen konnte: .Ohne die Ehrenamtlichen der  Vereine und des Arbeitskreises und  95 des Kulturkreises wäre es nicht möglich gewesen, hier Feste auf die Beine zu stellen, von denen dann Hamburg sprach. Noch heute sind die Finkenwerder Schullen im Umlauf! Und schon damals spielten Personen eine Rolle, die auch heute noch mitwirken. Ich nenne für alle nur beispielhaft den langjährigen Vorsitzenden der Heimatvereinigung, Werner Marquart, und ich nenne denjenigen, der noch immer so viel bewegt auf Finkenwerder – Kurt Wagner – den Gründungsvorsitzenden des Kulturkreises; dessen Verdienst ich vor Ihnen, meine Damen und Herren, nicht aufzählen muss.  Der damalige Arbeitskreis war mit etwas Verzögerung, die Initialzündung für die Gründung des  Kulturkreises. Aus 36 Gründungsmitgliedern wurden nahezu 500. Die Flamme der Kultur auf Finkenwerder brennt leuchtender denn je. Und sie gibt den Menschen Wertvolles: Das Gefühl hier zu Hause zu sein. Man darf es, wie der große Dichter Finkenwerder Gorch Fock, auch Heimat nennen, mit der im Herzen wir die Welt umfassen

 Für all dies sage ich dem Kulturkreis heute Dank! Und Dank sage ich auch noch einmal  für die Vorbereitung des Jubiläumsjahres. Allen Beteiligten! Mit Ihnen freue ich mich auf die vielen Veranstaltungen, die uns Gelegenheit geben, miteinander zu sprechen, zu feiern und bei hoffentlich guter Gesundheit Finkenwerder fröhlich zu genießen

Und fröhlich soll es hier ja auch heute Abend zugehen. Mit Ihnen freue ich mich auf eine der besten, auf die Hamburger – Traditional - Old – Merry - Tale  Jazzband und auf Gerd Spiekermann!
Lieber Herr Spiekermann, sie werden gemerkt haben, dass ich hier kein Platt gesprochen habe:
Ich kenne da nämlich so eine wunderschöne Geschichte von Ihnen über schlecht plattschnackende Bürgermeister und Politiker. Dafür wollte ich lieber kein Beispiel geben!
Ich würde mich aber freuen, auch diese Geschichte heute von Ihnen zu hören!

Meine Damen und Herren, herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

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